Weltweite IT-Panne auch im Bergischen spürbar

Kein Hackerangriff, sondern eine Panne bei einer US-Cybersicherheits-Firma sorgt am Freitag weltweit für massive Computerprobleme - vor allem im Flugverkehr. Das macht sich nach wie vor auch am Köln/Bonner Flughafen bemerkbar. Doch nicht nur da gibt es in unserer Region Probleme.

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Auch mehrere Apotheken im Bergischen hat die Panne heute früh eiskalt erwischt: Dort lief gar nichts, dementsprechend konnten auch keine Rezepte eingelöst werden. Ebenfalls betroffen sind wohl auch einige Kommunen im Rheinisch-Bergischen, denn ihr Dienstleister – die Südwestfalen IT – hat es auch erwischt. Welche Auswirkungen das hat, ist noch nicht bekannt.

Mit am heftigsten hat sich das Problem am Flughafen Köln/Bonn bemerkbar gemacht: Am reisestärksten Tag des Jahres hat es an den Check-In-Schaltern einiger Airlines sehr lange Schlangen gegeben, weil die Check-In-Systeme nicht funktioniert haben, sagt Flughafensprecher Lukas Weinberger:

Sodass auf einen manuellen Check-In-Prozess umgestellt werden muss, der natürlich erheblich länger dauert. Dadurch kommt es zu Wartezeiten und auch zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Die IT-Systeme des Flughafens sind Stand jetzt nicht betroffen. Es handelt sich vor allen Dingen - und das ist das Augenscheinlichste - um Probleme an den Check-In Schaltern.

Die Fluggesellschaft Eurowings hat zeitweise alle innerdeutschen und Flüge von und nach Großbritannien gestrichen um die Server zu entlasten.

Betroffen von der Panne sind Microsoft-Anwendungen, schuld ist aber ein Update des Dienstleisters Crowd-Strike. Das hat mutmaßlich zu den weltweiten Computerstörungen geführt. Kunden würden nun auf ein Download-Portal für ein neues Update verwiesen, schreibt Firmenchef George Kurtz bei der Online-Plattform X. Der Vorfall sei keine Cyberattacke und auch kein Sicherheitsvorfall gewesen.

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