Masken richtig benutzen

Es ist nicht nur kompliziert, eine zu kriegen. Auch, sie richtig zu verwenden.

Die gute Nachricht lautet: Die Chancen, Masken in der Apotheke zu bekommen, steigen. Bergische Apothekensprecher sagen uns, wer eine will, bekommt auch eine.

Eine andere Frage ist der Preis. "Da werd' ich schon mal rot", sagt Apotheker Rudolf Pick aus Bergisch Gladbach - wenn er die Preise sehe, die Händler aufrufen. Um mehr als 300 Prozent seien sie gestiegen.

Das sieht auch online nicht anders aus. Wer nach Händlern googlet, wird schnell fündig, stößt aber auch an seine Grenzen. Wie will man beurteilen, ob man die notwendige Qualität kauft? Da bietet es sich für Vorsichtige doch an, die Beratung der Apotheke vorzuziehen.

Apropos Beratung...

Sich einmal zeigen zu lassen, wie man mit der Maske korrekt umgeht, ist ratsam. "Jeder Zweite, der mit Maske in die Apotheke kommt, hätte sie auch gleich absetzen können", sagt Pick. Masken würden unter der Nase getragen, oder zum Sprechen abgenommen.

Richtig ist, die Maske so aufzusetzen, dass sie oberhalb der Nase beginnt und unterhalb des Kinns endet. Dabei muss sie überall eng anliegen. Zum einen, damit Viren eben doch keine Schlupflöcher finden. Zum anderen, damit man nicht ständig an der rutschenden Maske herumzuppelt - und sich dabei ins Gesicht fasst.

Welche Maske eignet sich für wen?

Bergische Apotheker machen eine klare Ansage: Die schützenden FFP2- Masken geben sie nur an Hochrisikopatienten aus. Sie werden von professionellem Personal zu sehr gebraucht, um in großer Zahl an normale Verbraucher verteilt werden zu können. Über Schutz und sinnvollen Einsatz der verschiedenen Modelle hat das Portal vergleich.org eine anschauliche Grafik erstellt:

© vergleich.org
© vergleich.org

Wiederverwendbare Masken wie reinigen?

Ganz wichtig: Einmalmasken müssen sofort gewechselt werden, wenn sie feucht geatmet sind. Jeglicher Schutz geht dann verloren. Sie werden sogar zum Risiko. Dasselbe gilt für wiederverwendbare Masken. Diese werfen wir allerdings eben nicht weg, sondern sterilisieren sie. Wie?

  1. In der Waschmaschine ab 60 Grad. Weil sich das aber kaum lohnt:
  2. Im Kochtopf. Da reicht es auch, die Masken mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher zu übergießen und das eine Weile wirken zu lassen. Wichtig ist, dass das Wasser an alle Stellen kommt.
  3. Mit dem Bügeleisen. Viren sterben ab 60-70 Grad. Auch ein aufgedrehtes Bügeleisen killt sie.
  4. Im Backofen bei 70 Grad, bis sie trocken sind.
  5. In der Mikrowelle. Die Maske mit der Außenseite nach unten auf zwei Gefäßen mit jeweils 50 Milliliter lauwarmem Leitungswasser legen. Zwei Minuten lang bei 750 Watt erhitzen, um Wasserdampf zu erzeugen, der die Maske reinigt.

Alle benutzten Geräte sind selbstverständlich hinterher virenfrei, denn sie werden gleich mit sterilisiert.

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