Was hilft wirklich gegen Mücken?

Sie sind eine der nervigsten Begleiterscheinungen im Sommer überhaupt: Mücken! Die fühlen sich vor allem bei schwül-heißem Wetter besonders wohl. Mit ihrem nervigen Summen bringen sie uns um den Schlaf und das Jucken ihrer Stiche raubt uns den letzten Nerv. Aber wir können uns wehren - mit ein paar einfachen Tipps vom Heilpraktiker.

Generell stechen uns nur weibliche Mücken und die werden vor allem von unserem Geruch angezogen: Alles was gut riecht wie zum Beispiel Parfüms und Deo zieht sie an. Aber auch unsere Körperausdünstungen wirken als Mückenmagnet: Das gilt für unseren Schweiß und auch für das Kohlenstoffdixoid, das wir ausatmen, sagt Wolfgang Markowsky aus Bergisch Gladbach-Moitzfeld. Damit wir gar nicht erst gestochen werden, hilft es also abends noch einmal zu duschen und nicht auf Deo und Co zurückzugreifen. Damit unser Atem nicht mehr so gut für die Mücken riecht, hilft Knoblauch essen. Keine gute Idee ist dagegen Alkohol trinken: Bei Alkoholkonsum erweitern sich nämlich die Gefäße, der Körper gibt massiv Wärme ab und zieht Mücken damit wieder mehr an.

Es gibt aber noch weitere Mittel, um Mücken zu vertreiben:

  • Weihrauch und Nelken-, Lavendel- und Zitronenöl: Sie beinhalten Stoffe, die die Mücken meiden
  • Moskitonetze und Fliegengitter halten Mücken ab
  • Tomatenpflanzen: Sie werden von Mücken gemieden. Hier gilt allerdings Vorsicht: Die Tomatenpflanze ist giftig, die Pflanze und ihr Blätter also nicht kauen und einen Brei draus machen

Welche Mücken-Mythen stimmen wirklich?

Über Mücken gibt es einige Mythen - zum Beispiel, dass sie sich von Licht und süßem Blut angezogen fühlen. Das stimmt aber alles nicht, sagt der Experte. Die Tiere gehen bei ihrer Opferwahl immer der Nase nach. Aber auch wenn es nicht vermeintlich süßen Blut liegt, gibt es Mensche, die deutlich öfter gestochen werden als andere. Sie riechen dann für die Mücke einfach besser. Besonders bleibt bei Mücken sind zum Beispiel aber auch Schwangere. Das könnte an der veränderten Hormon-Zusammensetzung liegen.

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Das hilft gegen Mückenstiche:

Oberstes Gebot bei Mückenstichen: Bloß nicht kratzen. Damit bringen wir nämlich die Bakterien unter unseren Fingernägeln in die Wunde und der Stich entzündet sich. Auch hier gibt es aber viele Hausmittel, die gegen das Jucken und möglich Entzündungen helfen:

  • Spucke als Soforthilfe: Unser Speichel enthält vier Stoffe, die unter anderem antibakteriell wirken und die Wundheilung fördern
  • Kühlen zum Beispiel mit Kühlpacks, Quark- oder Joghurtumschlägen, alternativ helfen auch Essigumschläge, Gurken- oder Kartoffelscheiben und Franzbranntwein
  • Honig wirkt antibakteriell und lindert den Juckreiz, das gilt auch für den Schwefel in Zwiebeln
  • Eine Paste aus geriebener Kartoffel und klein geraspelter Zwiebel sorgt dafür, dass der Stich bereits am nächsten Tag nahezu verschwunden ist.
  • Würfelzucker ein bisschen anfeuchten und auf den Mückenstich halten: Durch kleinsten feinsten Moleküle im Zuckerwürfel wird der Juckreiz gemildert.
  • Hitzestifte - kleine Stäbchen, die um die 50 Grad Hitze entwickeln. Wenn man sie unmittelbar danach auf den Stich hält, verbreiten sich die Proteine darin gar nicht erst in der Wunde. Stattdessen werden sie zerstört und es kommt nicht zum Juckreiz.
  • Teebaumöl, Tigerbalsam, Pferdebalsam, und Aloe Vera-Gel mildern den Juckreiz, und enthalten antibakteriell wirkenden Inhaltsstoffe
  • Spitzwegerich, Gänseblümchen und Petersilie: Blätter zerreiben oder zerkauen und den Brei auf den Stich geben.
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