Wenn die Tiere den Wald verlassen

Dass Tiere aus dem Wald in Siedlungen gesichtet werden, hört man immer wieder. Ein Fuchs aus Lindlar-Scheel scheint jetzt wohl alle Hemmung verloren zu haben.

© Sebastian Geilhaupt

Wenn so ein Fuchs auf einmal den Kopf durch die Haustüre steckt, kann man sich schon wundern, warum dieses Tier so gar keine Angst mehr hat. Sebastian aus Lindlar-Scheel hat sich jedenfalls sehr gewundert, wie frech der Fuchs in sein Haus wollte.

Also hat er bei Klaus Petersberg von der örtlichen Jagdaufsicht nachgefragt. Er sagt, dass es sich bei dem Fuchs in Scheel um einen Jungfuchs handelt, der in der unmittelbaren Nähe zum Menschen aufgewachsen sei und deswegen kaum noch Angst vor dem Menschen hätte.

Ist der Fuchs gefährlich?

Gefährlich sei das Tier nicht. Die Tollwut gibt es in Deutschland nicht mehr. Staupe und Räude sind für den Menschen ungefährlich, können allerdings Haustiere befallen, warnt der Experte.


Der Scheeler-Fuchs bei dem Versuch seinen Kopf durch die Haustüre zu stecken.© Sebastian Geilhaupt
Der Scheeler-Fuchs bei dem Versuch seinen Kopf durch die Haustüre zu stecken.
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Wie werde ich Wildtiere wieder los?

Der Müll und das Katzenfutter sind der Grund, warum Tiere ihre durch den Menschen immer kleiner werdende Heimat in den Wäldern verlassen. Wenn man diese Tiere dann auch noch anfüttert, sei es verständlich warum sie immer wiederkommen, sagt der Jagdaufseher.

Klaus Petersberg rät daher, das Anfüttern zu unterlassen. Wenn die Tiere merken würden, dass es kein Futter gibt, würden sie von alleine wieder gehen.

© Radio Berg
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