Bergische Aktionen zum Welttag für menschenwürdige Arbeit

Kein Mindestlohn, überlange Arbeitszeiten oder unrechtmäßige Kündigungen. Der Beratungsbedarf bei diesen Themen ist auch bei uns im Bergischen hoch. Allein in der "Beratungsstelle Arbeit Oberbergischer Kreis" werden in Waldbröl pro Jahr 400 Beratungsgespräche geführt. Am heutigen Welttag für menschenwürdige Arbeit soll die Thematik auch im Bergischen mehr ins Licht gerückt werden.

Der Gummersbacher Standort hat eine Flyeraktion auf die Beine gestellt. Zudem wird es in Waldbröl noch bis 14 Uhr in der Diakonie Michaelshoven einen Infostand geben. Rund 400 Menschen suchen sich allein dort jedes Jahr Hilfe. Bei 15 Prozent der Fälle geht es um ausbeuterische Beschäftigung. Außerdem sind unterwanderte Mindestlöhne, missachtete Urlaubs-Regelungen, oder ausbleibende Lohn-Fortzahlung im Krankheitsfall Thema. Häufig betroffen sind Beschäftigte in der Fleischindustrie, der Paket- oder Reinigungs-Branche. Oft sind auch Arbeitsmigranten Opfer. Zum einen wegen Sprachbarrieren, zum anderen aber auch aus Unkenntnis über die Gesetzeslage.

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